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Theoretische Grundlagen zur Zusammenführung der kommunistischen Bewegung in der BRD

Die geschichtliche Ablösung der kapitalistischen durch die sozialistische Gesellschaft stellt die kommunistische Bewegung heute vor eine doppelte Aufgabe: 1. sind die Prozesse zu untersuchen, welche in Form des Revisionismus zur Aufweichung der sozialistischen Staatspraxis und zum Verlust der ideologischen Wachsamkeit gegenüber dem kleinbürgerlichen Element innerhalb der kommunistischen Parteien führten. 2. ist zur organisatorischen Vereinigung der fortschrittlichsten Kräfte der werktätigen Bevölkerung zur kommunistischen Partei der Marxismus-Leninismus im öffentlichen Bewusstsein zu propagieren gegenüber den mannigfaltigen Delegitimierungsversuchen der Bourgeoisie.

1.) Grundlage des Marxismus-Leninismus als einheitliche Ideologie der Arbeiterklasse ist der von Marx und Engels entwickelte dialektische und historische Materialismus. Er entstand durch Aufhebung des fortschrittlichen bürgerlichen Denkens vor allem in klassischer deutscher Philosophie, französischem utopischen Sozialismus und englischer politischer Ökonomie. Bürgerliche und proletarische Weltanschauung sind unvereinbar, weil sie das gegensätzliche Klasseninteresse von Bourgeoisie und Proletariat ausdrücken. Philosophie und Gesellschaftstheorie des Marxismus dienen im Gegensatz zur spätbürgerlichen Ideologie nicht der Interpretation, sondern der praktischen Umwälzung des sterbenden Kapitalismus durch die arbeitenden, den gesellschaftlichen Reichtum erzeugenden Massen.

2.) Die marxistisch-leninistische politische Ökonomie untersucht die objektiven Gesetzmäßigkeiten der materiellen Produktion, also die Basis für Form und Funktion politischer und kultureller Überbauten der Gesellschaft. Die kapitalistische Warenproduktion, d.h. die Ausbeutung der lebendigen Arbeitskraft durch das Kapital, strebt gesetzmäßig dem Punkt zu, wo der zunehmend gesellschaftliche Charakter der modernen Produktivkräfte unverträglich wird mit kapitalistischen Produktionsverhältnissen und der Aneignung des gesellschaftlichen Reichtums durch Privateigentümer.

3.) Die Bourgeoisie als letzte Ausbeuterklasse hat ihre geschichtliche Aufgabe erfüllt und ihre Herrschaft wird ein Hemmnis für die Höherentwicklung der Gesellschaft. Die historische Mission des Proletariats ist daher: Sturz der Bourgeoisie im eigenen Lande und Herstellung des gesellschaftlichen Eigentums an den Hauptproduktionsmitteln. Die werktätigen Massen sind zwar in allen Geschichtsepochen die Hauptkraft der gesellschaftlichen Entwicklung, aber erst die mit der kapitalistischen Produktionsweise erreichte Entwicklungsstufe der Produktivkräfte macht es möglich und notwendig, die Spaltung der Gesellschaft in hervorbringende und aneignende Klasse aufzuheben.

4.) Die marxistisch-leninistische Staatstheorie lehrt, dass für die jeweils herrschende Klasse das wesentliche Instrument zur Konservierung oder Fortentwicklung der Produktionsverhältnisse der Staat, die Politik daher konzentrierter Ausdruck der Ökonomie ist. Als politisch organisierte Gewalt und Klasseninstrument des ökonomisch herrschenden Bürgertums ist der kapitalistische Staat gegen die ausgebeutete Klasse gerichtet; er dient deren Kontrolle und Niederhaltung zum Nutzen des Kapitals. Die Aneignung des gesellschaftlichen Reichtums durch die ihn erzeugende Klasse erfordert somit die Zerschlagung des bürgerlichen Staates und Errichtung der Staatsmacht der Arbeiterklasse. Nach dem Sturz des Kapitals obliegt dieser die Niederhaltung der konterrevolutionären Bourgeoisie sowie die planmäßige Organisation und Entwicklung der gesellschaftlichen Produktion.

5.) Die subjektiven Bedingungen zur Erkämpfung des proletarischen Staates, der die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beseitigt, sind Gegenstand der marxistisch-leninistischen Parteitheorie. Die revolutionäre Diktatur des Proletariats und schließliche Errichtung der kommunistischen Gesellschaft wird durch die kommunistische Partei geleitet, welche als zentrale und übergeordnete Organisation für die allgemeinen Interessen der Arbeiter eintritt und ihre Kämpfe koordiniert. Dafür muss die Partei in ihren Reihen die weitsichtigsten und kämpferischsten Elemente des Proletariats und seiner Verbündeten vereinigen. Als Führerin und Vorkämpferin der arbeitenden Klasse muss sie ihre demokratisch gefällten Beschlüsse mit eiserner Disziplin durchsetzen und den Feinden des Proletariats geschlossen entgegentreten.

Im Wissen um die historische Notwendigkeit des Sozialismus und der schließlichen Abschaffung der Klassen überhaupt ist es unser Ziel und unsere Pflicht, langfristig den Aufbau der revolutionären proletarischen Partei theoretisch vorzubereiten und praktisch zu fördern.


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