Veranstaltungen der Marx-Engels-Stiftung   

 

Liebe Freundinnen und Freunde der Marx-Engels-Stiftung, 

liebe an unserem Programm Interessierte, 

  

wir hoffen, dass Sie gut ins neue Jahr gekommen sind, und wollen Sie mit diesem Rundbrief auf unsere ersten Veranstaltungen 2016 hinweisen. 

  

* Mitgliederversammlung

Samstag, 23.01., 13.00-17.30 Uhr, 

Wuppertal, Alte Feuerwache, Gathe 6. 

  

Unsere Mitgliederversammlung an diesem Tag  ist, wie immer in den letzten Jahren, mit einer Konferenz verbunden. Das Konferenzthema: 

Fluchtursachen und Fluchtverursacher 

  

Es referieren: 

- Rainer Rupp. Ihn haben wir gebeten, sich mit der Verantwortung des „Westens" und besonders der USA für den Krieg in Syrien und den Aufstieg des IS auseinanderzusetzen. 

- Sevim Dağdelen (MdB). Sie wird sich mit der zwielichtigen Rolle der Türkei im Syrienkonflikt beschäftigen und dabei sicher auch auf die Kumpanei der Bundesregierung mit Erdoğan zu sprechen kommen.  

- Dr. Manfred Sohn. Er befasst sich mit ökonomischen Aspekten der Wanderungsbewegung (nicht nur aus Nahost) und dem deutschen Anteil daran. 

  

Die gesamte Veranstaltung ist öffentlich; wer sich über unsere Arbeit im vergangenen Jahr und der Planung für das jetzige informieren möchte, ist uns auch bei der MV (Beginn: 10 Uhr) willkommen. Aber natürlich gehen wir davon aus, dass vor allem die Konferenz für Nichtmitglieder von Interesse ist, und laden Sie daher herzlich ein, daran teilzunehmen.  

  

*Konferenz  in Kooperation mit dem Marxistischen Arbeitskreis zur Geschichte der Arbeiterbewegung bei der Partei Die Linke   

Samstag, 06.03., 11.00-17.00 Uhr, 

Berlin-Lichtenberg, Begegnungsstätte Undine, Hagenstr. 57 

  

Der XX. Parteitag der KPdSU aus heutiger Sicht  

  

Es referieren: 

- Prof. Dr. Heinz Niemann: Die große Chance. Dere XX. Parteitag der KPdSU 

- Dr. Hans Modrow: Die SED und der XX. Parteitag der KPdSU 

- Prof. Dr. Heinz Karl: Die geschichtliche Rolle der Sowjetunion und dre kommunistischen Bewegung im Zerrspiegel bürgerlicher Geschichtspolitik 

  

* In Zusammenarbeit mit dem MEZ Berlin laden wir ein zur Auftaktveranstaltung des MASCH Kapital-Lesekurses

Samstag, 20.02., 11.00-17.00 Uhr, 

Berlin-Charlottenburg, Marx-Engels-Zentrum, Spielhagenstr. 13 

  

Grundlagen der Politischen Ökonomie – "Das Kapital" lesen 

Es referiert Prof. Dr. Klaus-Peter Kisker. Moderation: Helmut Dunkhase 

Kostenbeitrag: 5 €. Anmeldung erbeten unter: info@mez-berlin.de 

  

* Seminar mit Prof. Dr. Thomas Metscher und Dr. Jennifer Farrell. 

Samstag 20.02., 10.30-18.00 Uhr, 

München, EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80 

Epochenkrise und Utopie. 

Geschichtlichkeit und Aktualität Shakepeares 

  

Ausführliche Informationen zu dieser Veranstaltung finden sich auf dem Flyer in der Anlage! 

 _________________________

  

Ein Hinweis und eine Bitte zum Schluss: 

Die Marx-Engels-Stiftung ist offen für alle, die sich mit ihrem statutarischen Ziel, der „Erforschung des wissenschaftlichen Werks von Marx und Engels und seiner geschichtlichen Wirksamkeit" identifizieren können. 

Wir brauchen neue Mitglieder: des „schnöden Mammons" wegen (Mindestbeitrag 60 Euro/Jahr; für Studis und Menschen mit sehr geringem Einkommen 18 Euro; wir bekommen keinerlei öffentliche Zuschüsse und leisten alle unsere Arbeit ehrenamtlich), aber auch deshalb, weil die Möglichkeit, bundesweit wirksam zu werden, Ansprechpartner „vor Ort" voraussetzt, die unsere Arbeit mit Rat und Tat unterstützen können und wollen. 

Unsere Bitte daher: Werden Sie Mitglied! Ein Aufnahmeantrag findet sich auf unserer Website, kann aber gerne auch zugeschickt werden. Oder helfen Sie uns mit einer Spende. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar. 

  

  

Mit herzlichen Marx-Engels-Grüßen, 

Hermann Kopp 

  

Marx-Engels-Stiftung e.V. 

Gathe 55, 42107 Wuppertal 

marx-engels-stiftung@t-online.de 

www.marx-engels-stiftung.de 

IBAN: DE17 3305 0000 0000 5170 78, 

BIC: WUPSDE33 

 

___________________ 

 

Epochenkrise und Utopie 

Geschichtlichkeit und Aktualität Shakepeares 

Samstag, 20.02.2016, 10.30-18.00 Uhr ● München, EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80 

2016 jährt sich der Todestag William Shakespeares zum 400. Mal. Aus diesem Anlass geben wir eine Einführung in das dramatische Werk des großen englischen Dichters, in doppelter Perspektive: historisch und mit Blick auf unsere Zeit. Für dieses Seminar konnten wir Prof. Dr. Thomas Metscher, den wohl bedeutendsten marxistischen Anglisten der ‚alten‘ Bundesrepublik, und Dr. Jennifer Farrell, die heute in Irland am Galway-Mayo Institute of Technology (GMIT) lehrt, als Referierende gewinnen.  

Dabei sind wir überzeugt, dass Shakespeares Bedeutung für uns nie aus einer oberflächlichen Aktualisierung, sondern allein aus der Geschichtlichkeit dieses Werks zu gewinnen ist – was für das wissenschaftlich-kritische Verstehen wie für die Inszenierung im Theater gilt. Zudem weist das Zeitalter Shakespeares einige markante Parallelen zu unserer Zeit auf: Es war eine ‚Schwellenzeit‘, ein Zeitalter der Krise und des Umbruchs, an dessen Ende die sich formierende Gesellschaft der Neuzeit: der Kapitalismus steht. In einer Radikalität wie kein Zweiter seiner Zeit verarbeitet Shakespeare diese Epochenerfahrung. Sie spiegelt sich wider in Thematik und Formenwelt seiner Stücke, in der Härte der tragischen Zerstörung wie im utopischen Potential des komischen Spiels, der Suche nach einer Welt des Friedens und der Befreiung von Gewalt, die zunehmend sein Werk bestimmt. 

Eine zweite Prämisse ist, dass die Frage nach Shakespeare ihr Zentrum im Textverstehen: in der genauen Lektüre der überlieferten Werke hat. Nur aus der Textaneignung können Geschichtlichkeit und Aktualität Shakespeares, wie jeder anderen großen Kunst, gewonnen werden.  

Das Seminar ist in drei Blöcke gegliedert. 

Block I. Epochenprofil: Shakespeare im Kontext der frühen Neuzeit. Die Frage nach dem Autor: seine geschichtlich-intellektuelle Position. Vortrag mit Diskussion (Thomas Metscher).  

Block II. Werkeinführung: Komödie, Geschichtsdrama und Tragödie, Tragikomödie. Werkentwicklung: Übersicht mit Blick auf einzelne Werke. Frage nach Geschichtlichkeit und Aktualität. Vortrag mit Diskussion (Thomas Metscher).  

Block III. Hamlet als Paradigma, mit Filmbeispielen (Jennifer Farrell). Thematische Orientierung: Kann Hamlet die Zeit einrenken? Die Möglichkeiten eines Humanisten; der erste Auftritt der Arbeiterklasse auf der Bühne des Welttheaters: die Totengräberszene. Die Lektüre des Hamlet zur Vorbereitung wird nahegelegt. 

Neben dem Hamlet empfehlen wir folgende Dramen zur Vorbereitung: Richard III, Heinrich IV, Ein Sommernachtstraum, Der Kaufmann von Venedig, Wie es euch gefällt, König Lear, Timon von Athen, Ein Wintermärchen, Der Sturm. Enthusiast/inn/en, die den ‚ganzen Shakespeare‘ wollen, ist ein Blick in die Sonette anzuraten und in einen außer-gewöhnlichen Text, den selbst Spezialisten oft nicht kennen: Die Vergewaltigung der Lukrezia

An deutschen Übersetzungen ist die klassische von Schlegel/Tieck in mancher Hinsicht ungeschlagen, von den modernen besonders zu empfehlen ist die von Erich Fried. 

Einlass ab 10.00 ● Begrüßung und Eröffnung 10.30 ● Block 1: 10.45-12.30 ● Mittagspause 12.30-13.30 ● Block 2: 13.30-15.15 ● Kaffeepause 15.15-15.45 ● Block 3: 15.45-17.45 ● Schlusswort 17.45 

Wir bitten um einen Kostenbeitrag von 12 Euro / ermäßigt: 8 Euro, inkl. Mittagsimbiss. 

Aus Planungsgründen wären wir für eine Voranmeldung unter marx-engels-stiftung@t-online.de oder telefonisch 0211-680 28 28 (Hermann Kopp) dankbar. 

 

___________________