Streitfrage: 

Sollten Linke am 22. September zur Wahl gehen? 

 

Gleichgültigkeit oder Hoffnung auf Veränderung – der Bogen der Erwartungen zu Bundestagswahlen[1] ist weit. Zugleich lamentieren die zur Wahl stehenden Parteien regelmäßig unisono über den größer werdenden Anteil der Nichtwähler, also derer, die sie nicht erreichen. Doch Nichtwähler sind auch Machtfaktor. In die Spekulationen über Wahlergebnisse und Koalitionen gehen sie als eigene Größe ein. Insbesondere Linke folgen häufig dem Argument, dass die einzig wirksame Form politischer Einflussnahme durch eine Stärkung ihrer parlamentarischen Vertretungen denkbar sei. Doch neben der Enttäuschung, die dem vielfach entgegensteht, gibt es auch die bewusste Ablehnung des parlamentarischen Spielbetriebs, die Ablehnung von Machtpolitik generell. 

Es debattieren Bernd Drücke Redakteur der »Graswurzelrevolution«[2] und Georg Fülberth, Politikwissenschaftler und Publizist 

Links: 

    1. http://www.neues-deutschland.de/btw13
    2. http://www.graswurzel.net

URL: http://www.neues-deutschland.de/artikel/831145.streitfrage.html 

 

Beiträge dieser Debatte: 

 

Von Bernd Drücke 

Jede Partei ist auf Machterhalt fixiert 

 

Als Graswurzelrevolution-Redakteur saß ich 2010 u.a. mit Hans-Christian Ströbele (Grüne) und Uwe Hiksch (LINKE) auf dem Podium des Berliner Antikriegskongresses. Dort ging es heiß her, auch weil sich ein Mann aus dem Publikum ereiferte. Er habe recherchiert, »dass He...  

 

Von Georg Fülberth 

Das Phänomen Apolitie 

 

Zwischen den Zeilen der Presse geistert ein Wortgespenst, das selbst da sichtbar bleibt, wo es nicht beim Namen genannt wird: Großereignis. Wenn nicht bald etwas völlig Überraschendes und Überwältigendes geschehe - wie 2002 in Ostdeutschland die Flut oder die Anschlä...  

Linker Journalismus i 

 

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