Frieden braucht Aufklärung  

jW verteilen bei Ostermärschen stärkt Friedenskräfte 

In: junge Welt online vom 12.03.2016 

 

Vor zehn Jahren kam aus Fukushima eine klare Botschaft: Der Kapitalismus der Hightech-Hunnen bedarf keiner Raketen, um ein globales Inferno auszulösen. Um so verwerflicher, wie seine Exponenten im Nahen Osten, in der Ukraine und anderswo fleißig weiter zündeln. Die kreativen Zerstörer reden sich ein, Herren der Lage zu sein, derweil jeden Tag dichter am Weltenbrand vorbeigeschrammt wird. Gleichzeitig sorgen braune Aufläufe in europäischen Metropolen für ein Paradoxon. Nicht die Bekämpfung von Kriegern, sondern die der Opfer wird zum gesellschaftlichen Grundtenor. 

Eines breiten humanistischen Bündnisses für Frieden bedarf es also mehr denn je. Dieses wird aber nur erfolgreich sein, wenn in seinen Reihen auch über die politischen und ökonomischen Ursachen von Kriegen aufgeklärt wird. Es gibt neben anderen zwei fortschrittliche Institutionen, die sich dieser Aufgabe seit Jahrzehnten stellen: Die Ostermarschbewegung und die Tageszeitung junge Welt. Nicht zufällig hat beider Zusammenwirken eine ebensolange Tradition. Als die Tageszeitung für Frieden mobilisiert die junge Welt zu den Ostermärschen. Dort findet sie bei Verteilaktionen neue Leserinnen und Leser. Sie hilft aufzuklären und auf diese Art die Friedenskräfte zu stärken. Denn beide Institutionen brauchen mehr Breitenwirkung. Darum, liebe Leserinnen und Leser, rufen wir Sie auf, mit Ihren Freunden und Bekannten an den bevorstehenden Ostermärschen teilzunehmen! Und wir bitten Sie herzlich, gerade dort für die Verbreitung dieser Zeitung zu sorgen. Bestellen Sie dazu eine angemessene Zahl jW-Exemplare zu einem Kiosk, mit dessen Betreiber Sie vorher die Bereitschaft zur Entgegennahme verbindlich besprochen haben. Ab einer Bestellmenge von 500 Exemplaren können wir Ihnen die Zeitungen an Ihre Adresse liefern. Nutzen Sie den nebenstehenden Coupon, rufen Sie in unserem Aktionsbüro (0 30/53 63 55-50) an oder bestellen Sie per E-Mail (ihm@jungewelt.de)! Bitte beachten: Aktionen zu den Ostermärschen sind das Warm-up für unsere große Verteilaktion zum 1. Mai. Bestellen Sie auch dafür schon jetzt Ihr Verteilpaket! Frieden braucht junge Welt. 

Verlag und Redaktion 

 

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Gib uns fünf!  

jW-Probeleser wollen nicht lange warten 

In: junge Welt online vom 12.03.2016 

 

Wer sich zum dreiwöchigen jW-Probelesen entschlossen hat, sieht zumeist dem Abostart begierig entgegen. Das geht Rainer K. aus Erlangen, der die junge Welt als »linke Zeitung« per Suchmaschine entdeckte, nicht anders als Lennart K. aus Gießen, der für unsere Zeitung über die Website der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend interessiert wurde. Und auch Arnd N. aus Meine, der seine Rückkehr zum Dauerabonnement erwägt, will das rasch vorab noch einmal testen. Erfreulicherweise erreichen uns Bestellungen des kostenlosen 3-Wochen-Probeabos nicht nur als Einzelbestellung, sondern auch über den Eintrag in eine der Probeabolisten, die z. B. der jW-Wochenendausgabe der vorigen Woche beilagen. Sie sind übrigens ebenso über unser Aktionsbüro (ihm@jungewelt.de, 0 30/53 63 55 50) per Zusendung oder über den Kurzlink www.jungewelt.de/liste als PDF-Formular zum Ausdrucken erhältlich. In diesem Zusammenhang erfuhren wir von unnötigen Verzögerungen. Leserinnen und Leser, die gerade in dieser Woche mit der Probeaboliste unterwegs waren, hatten recht zügig vier oder fünf Interessenten zusammen. Dann aber stockte die Nachfrage, und die jW-Freunde fragten an, ob sie die Liste erst nach Gewinnung des sechsten und siebten Probelesers oder aber auch unvollständig ausgefüllt an uns senden könnten. Natürlich geht hier Tempo vor Vollständigkeit. Sollten Sie, Liebe Leserinnen und Leser, auch eine noch nicht komplette Probeaboliste in Arbeit haben, und Sie wissen, dass es mit den letzten Eintragungen noch einige Zeit dauern könnte, lassen Sie uns und die bereits eingetragenen Probeabonnenten nicht lange warten. Arbeiten Sie einfach mit einer neuen Liste weiter und schicken Sie uns die nicht ganz vollständige zu! Je schneller, um so besser. 

Aktionsbüro 

 

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Richtung Süden  

Genossenschaft der jungen Welt bewilligt Aktionsplan und Kredit für zweiten Druckstandort 

In: junge Welt online vom 08.02.2016 

 

Am Sonnabend kamen 61 Genossinnen und Genossen der »Linke Presse Verlags-, Förderungs- und Beteiligungsgenossenschaft junge Welt eG« (LPG junge Welt) nach Berlin in die jW-Ladengalerie. Auf einer außerordentlichen Vollversammlung wurde über die Zukunft der Zeitung diskutiert – der Aktionsplan rund um die Einrichtung eines zweiten Druckstandortes stand im Mittelpunkt der Debatte. 

In seiner Begrüßung gab Vorstandsvorsitzender Stefan Huth einen Einblick in die Entwicklung der Genossenschaft. Ziel sei es, bis zur ordentlichen Vollversammlung im Juni das 2000. Mitglied zu begrüßen. Er erinnerte an den Grund der letzten außerordentlichen Vollversammlung im November 2012. 

Damals war die junge Welt in ihrer Existenz bedroht, heute habe sich die Zeitung konsolidiert. 

Die Situation auf dem Zeitungsmarkt erläuterte Dietmar Koschmieder, Geschäftsführer des Verlages 8. Mai, in dem die junge Welt erscheint. 

Entgegen den großen, bürgerlichen Nachrichtenblättern, die stetig an Auflage verlieren, schwimme die jW gegen den Strom. Der Kioskverkauf floriere, zudem sei sie die einzige überregionale Zeitung, die Gewinn aus dem Onlineabonnement erziele. Eine Zeitung zu betreiben sei kein Selbstzweck, sagte Koschmieder. Die jW sei eine notwendige Stimme gegen Krieg, Sozialabbau und die erschreckend erstarkende Rechte und somit wichtiger denn je. Angesichts der Zustände zu schweigen, sei unmöglich. 

Denn: »Wenn die Vernunft schläft, werden Ungeheuer geboren«, so Koschmieder. 

Im Rahmen eines Aktionsplans soll es gelingen, mehr Leser zu gewinnen. 

Jedes Genossenschaftsmitglied wird aufgerufen, zwei Interessenten für ein Probeabo zu werben. Am 1. Mai sollen bundesweit 200.000 Zeitungen verteilt, linke Kneipen, Kulturzentren und Bildungsinitiativen in die Kampagne mit einbezogen werden. Aber auch Plakate, Radio- und Fernsehwerbung soll die wichtige Botschaft verkünden. So wie auf dem Marktplatz in Basel. Dort wird auf einer Reklametafel demnächst zu lesen sein: »Sie lügen wie gedruckt. Wir drucken, wie sie lügen.« 

Die nächste Etappe: Über einen zweiten Druckstandort in der Nähe von Frankfurt am Main können weite Gebiete Süddeutschlands, Österreichs und der Schweiz tagesaktuell beliefert werden. Damit das gelingt, braucht die junge Welt eine Finanzspritze. Die Genossenschaftsmitglieder wurden aufgerufen über einen Kredit in Höhe von 120.000 Euro abzustimmen. Bei vier Gegenstimmen wurden Aktionsplan und Kreditzusage angenommen. Somit kann es losgehen, mit dem »anspruchsvollsten Vorhaben seit Gründung der LPG«, wie es Verlagsleiter Peter Borak formulierte. Die großen Verlagshäuser würden für ein solches Vorhaben mehrere Millionen Euro zur Verfügung stellen. Solche Summen gebe es für die jW nicht. Gelingen könne das »sportliche Vorhaben« nur durch die ehrenamtliche Arbeit der zahlreichen Unterstützer. Getreu dem Motto der diesjährigen Rosa-Luxemburg-Konferenz: »Selber tun«. (jW) 

 

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Wahre Fakten, rechte Lügen  

Jedes Probeabo ist ein wirksames Mittel gegen den Rechtstrend  

Dietmar Koschmieder 

In: junge Welt online vom 06.02.2016 

 

Wie gedruckt lügen kann nicht nur Presse. Wobei die reine Lüge immer den Vorteil hat, dass man sie mit etwas kritischer Wachsamkeit durchaus erkennen kann. Problematischer sind Halbwahrheiten oder wenn sich Unwahrheiten unter einem Haufen richtiger Fakten verstecken. Man kann aber auch mit wahren Fakten Lügen verbreiten. In dem man beispielsweise tatsächliche Einzelfälle so darstellt, dass daraus ein Gesamtbild entsteht, das nicht der Realität entspricht. Oder in dem man Fakten benennt, deren Ursachen aber unterschlägt und so Wirkung als Ursache ausgibt. So stimmt es, dass Schwarze in den USA deutlich schlechtere Bildungsabschlüsse haben als Weiße. Es stimmt, dass in Europa Frauen viel seltener in Führungspositionen zu finden sind als Männer. Und natürlich werden kriminelle Delikte auch von Migranten, Flüchtenden oder anderen Ausländern ausgeübt. Wer aber über solche Fakten zu verstehen geben will, dass Schwarze dumm sind, Frauen keine Führungsqualitäten besitzen oder Ausländer stärker als Inländer zu kriminellen Handlungen neigen, lügt oder ist einfach nur dumm. 

Deshalb ist es so wichtig, dass die junge Welt in Berichterstattung und Analyse den sozialen und historischen Kontext berücksichtigt und der Frage nachgeht, wer in wessen Interesse wie handelt, um welche und wessen Klasseninteressen es also geht. Das ist der Grund, weshalb wir uns als marxistische Tageszeitung verstehen: Wir sind von keiner Partei abhängig, nutzen aber die Analyse- und Denkansätze von Marx, Engels, Lenin und vielen anderen marxistischen Wissenschaftlern und Praktikern. Und auch das macht uns so einmalig in der deutschsprachigen Tageszeitungslandschaft. 

Diesen Ansatz finden übrigens nicht nur Marxisten wohltuend, wenn sie die Gelegenheit haben, die Tageszeitung junge Welt mal für drei Wochen probezulesen – gratis und völlig unverbindlich (in der Schweiz und in Österreich gilt das gleiche Angebot, allerdings dort nur für zwei Wochen). Nutzen Sie deshalb unser Angebot – und empfehlen Sie uns weiter! Jedes Probeabo hilft, den Bekanntheitsgrad der Zeitung zu erhöhen, führt nicht selten zu einem richtigen Abonnement und damit zur Stabilisierung der ökonomischen Lage der jungen Welt. Vor allem aber ist eine stärkere Verbreitung der jungen Welt ein wirksames Gegenmittel zum Vormarsch rechter Stimmungen, Ideologien, Heilsbringer. Auch in diesem Sinne hilft jedes Probeabo! 

 

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