Zum 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Faschismus

„Dank euch, ihr Sowjetsoldaten"

Von Günter Ackermann

 

Kommunisten-online – Es war das erklärte Ziel Hitlers, den Bolschewismus zu vernichten. Dabei erfüllte er gleichzeitig den Willen des deutschen Großkapitals nach billigen Rohstoffen. Russland bot das, was der deutschen Großkapital fehlte: Bodenschätze.

Ohne Kriegserklärung marschierte die Naziwehrmacht in Russland ein – und rückte erstmal vor. Die Nazis jubelten: das riesige Russland war im Blitzkrieg erobert[1] – so meinten sie, aber sie sollten sich irren. Bis kurz vor Moskau kamen sie – dann blieben sie in Eis und Schnee stecken. Die sowjetische Armee hatte eine ähnliche Taktik angewandt, wie sie schon General Michail Illarionowitsch Kutusow 1813 gegen Napoleon angewandt hatte. Napoleon wurde damals vernichtend geschlagen, ein Schicksal, dass den faschistischen Räubern noch bevor stand.

Die Nazi-Wehrmacht kam nicht rein nach Moskau. Auch Leningrad, dass sie eingeschlossen hatten, eroberten sie nicht. Auch Stalingrad, in das die Wehrmacht im August 1941 einmarschierte, verwurstete die Goebbels-Propaganda als einen grandiosen Sieg – es sollte ihre größte Niederlage werden.

Während die sowjetischen Soldaten Meter um Meter die Faschisten zurück drängten, standen die Westalliierten tatenlos in England und warten ab. Erst im Sommer 1944 – die Rote Armee stand schon weit im Westen der UdSSR und in Polen und fügte den Faschisten eine verheerende Niederlage nach der anderen zu, entschlossen sich die Westalliierten aktiv im Kampf einzugreifen und eröffneten die Front in der Normandie.

Als im Winter 1944/1945 die Wehrmacht mit der Ardennenoffensive die Westalliierten bedrängten, eröffnete das Kommando der sowjetischen Truppen, aber Bitten des Oberbefehlshabers der Westalliierten, General Eisenhower, ihre Offensive um die Amerikaner und Engländer in den Ardennen zu entlasten. Das, obwohl die Rote Armee ihrer Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen hatte.

Auch die letzte blutige Schlacht des 2. Weltkrieges wurde allein von der Roten Armee bestritten: die Schlacht um Berlin. Die letzte  Hauptverteidigungsstellung außerhalb Berlins, die Seelower Höhen, wurden von der Wehrmacht heftig verteidigt. Die Schlacht dauerte nur drei Tage, sie kostete aber 12.000 deutschen Soldaten und 33.000 Rotarmisten das Leben. Berlin war jetzt umzingelt, Hitler saß ib der Falle und entzog sich feige mittels Selbstmord der Verantwortung.

Die Völker der UdSSR hatten den höchsten Blutzoll von allen am 2. Weltkrieg beteilgten Ländern zu zahlen: 37 Millionen Tote. Die Rote Armee hatte die Hauptlast der Kämpfte zu tragen. Der Sieg über die deutschen Faschisten war in erster Linie der Sieg der Roten Armee.

G.A.

Dank euch, ihr Sowjetsoldaten

Wer hat vollbracht all die Taten,

Die uns befreit von der Fron?

Es waren die Sowjetsoldaten,

Die Helden der Sowjetunion.

Dank euch, ihr Sowjetsoldaten,

Euch Helden der Sowjetunion!

Wem dankt das Gute und Schöne

Der deutsche Arbeitersohn?

Er dankt es dem Blut der Söhne,

Der Söhne der Revolution! Vergeßt nicht das Blut der Söhne,

Der Söhne der Revolution!

Die Welt von Licht überflutet –

Wir wußten es immer schon:

Für aller Glück hat geblutet

Das Herz der Sowjetunion.

Es hat auch für dich geblutet

Das Herz der Sowjetunion!

Sterne unendliches Glühen,

Lieder singen davon:

Es brachte die Welt zum Blühen

Das Blut der Sowjetunion.

Es brachte der Welt den Frieden

Die Macht der Sowjetunion!

Text: Johannes R. Becher

Musik: Hanns Eisler

anhören

[1]  Das Oberkommando der Wehrmacht erklärte bei einer offiziellen Pressekonferenz am 10. Oktober 1941, dass der Feldzug im Osten gewonnen sei.

_________________________________________________________

Geschenke und Graupengrütze

Russland beging den 68. Jahrestag des Sieges über den Hitlerfaschismus

Von Irina Wolkowa, Moskau

Mit einer großen Militärparade in Moskau, Veteranentreffen und Volksfesten im ganzen Land hat Russland an den Sieg über den Hitlerfaschismus im Zweiten Weltkrieg erinnert.

In: Neues Deutschland online vom 10.05.2013

Weiter unter:

URL: http://www.neues-deutschland.de/artikel/821074.geschenke-und-graupengruetze.html

_________________________________________________________