Oktober 09, 2014

Ich habe immer gewarnt, dass kurz hinter der Grenze die mächtigen terroristischen Organisationen, wie die al Nusra oder ISIS, sich die besten Waffen rausholen und das hat dazu geführt, dass dort eine richtige radikale, erfolgreiche Armee entstanden ist, die mit saudi-arabischen, mit kroatischen und sehr vielen amerikanischen Waffen kämpfen und die regelmäßig, auch jetzt noch, ihre Munition bei der freien syrischen Armee einkauft, die der Hauptverbündete der Amerikaner ist.

by Kommunisten-Online

Die USA als Kriegsauslöser

Jürgen Todenhöfer[1] über den Kampf gegen den IS

Radio Stimme Russlands siehe

http://www.youtube.com/watch?v=pHVuEVniG50

Kann man Ihrer Meinung nach von Syrien als einem Pulverfass sprechen?

 

Ja, das ist es. Das Ganze ist lebensgefährlich, weil sich daraus ein Flächenbrand entwickeln kann. Entstanden ist das durch eine absolut chaotische amerikanische Politik. Ich habe so etwas noch nie gesehen. Politische Fehler werden gemacht, das habe ich auch miterlebt – die Amerikaner haben drei Dinge getan, die zu diesen Katastrophen geführt haben: sie haben in einem völkerrechtswidrigen Krieg den Irak nicht nur besiegt, nicht nur 500 000 Menschen getötet, sondern sie haben die Gesellschaft zerbrochen. Die war vereint in Sunniten und Schiiten und jetzt ist es eine zerbrochene Gesellschaft und das ist ein fruchtbarer Boden für Terrorismus. Außerdem haben sie versucht einen nicht sehr mächtigen Diktator in einem nicht sehr mächtigen Land, nämlich Syrien, zu stürzen. Er hat sich geweigert bei der Irak-Invasion mit zu machen, das hat George W. Bush zu Jimmy Carter gesagt. Und um diesen Mittelklassediktator zu stürzen, haben sie zugelassen und gefördert, dass Saudi-Arabien, Katar, Kuweit und andere, radikale, extremistische und auch terroristische Organisationen mit Waffen unterstützt haben.

….

 

Weiter unter:

http://german.ruvr.ru/2014_10_08/Die-USA-als-Kriegsausloser-Jurgen-Todenhofer-uber-den-Kampf-gegen-des-IS-1656/

 

[1]  STIMME RUSSLANDS: Während der IS in Syrien weiter auf dem Vormarsch ist, blickt die Welt im Kampf gegen den islamistischen Terror vor allem auf die Türkei. Diese wiederum lehnt einen Einmarsch in Syrien weiter ab und appelliert ihrerseits an die USA, ihre Präsenz zu verstärken. Marcel Joppa sprach für die STIMME RUSSLANDS mit Jürgen Todenhöfer, der als Autor und Journalist noch im vergangenen Jahr mit Syriens Präsident Assad sprechen konnte und lange für die CDU im Deutschen Bundestag saß.

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