I M K  R e p o r t  N r. 108 , N O V E M B E R  2 0 1 5 

 

Querverteilung und Spitzeneinkommen in Deutschland 

Einkommensungleichheit – Quo Vadis? 

Schmid, Kai Daniel / Peichl, Andreas / Drechsel-Grau, Moritz 

Neuere Studien zur Einkommensverteilung in Deutschland verdeutlichen, dass die Unterfassung von Spitzeneinkommen in den zumeist verwendeten Umfragedaten zu erheblichen Fehleinschätzungen über die Entwicklung der Ungleichheit führt. Eine realitätsnahe Berücksichtigung von Spitzeneinkommen anhand von administrativen Steuerdaten ermöglicht eine höhere Abdeckung von Kapitaleinkommen in der Verteilungsmessung. Zudem bilden Spitzeneinkommen aus administrativen Steuerdaten ein wichtiges Bindeglied zwischen Konjunktur und Einkommensverteilung in Deutschland. Entsprechende Auswertungen legen nahe, dass die vermeintliche Trendwende der Ungleichheitsentwicklung Mitte der 2000er Jahre ein datensatzspezifisches Artefakt ist. Am aktuellen Rand ist vermutlich mit einer weiter steigenden Einkommensungleichheit zu rechnen. Um zukünftig bessere Aussagen über die Ungleichheitsentwicklung treffen zu können, ist eine Verbesserung der Datengrundlagen bzw. des Datenzugangs, wie eine Verknüpfung der administrativen Steuerdaten des Taxpayer-Panels (TPP) mit Daten des Mikrozensus oder der Bundesagentur für Arbeit, wünschenswert. 

Download: 

http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_108_2015.pdf 

  

  

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