»Strukturell perverses System«  

Soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz statt Finanzmarktkapitalismus: Papst Franziskus ruft dazu auf, die »Klage der Armen« ebenso zu hören wie die »Klage der Erde« 

In: junge Welt online vom 19.06.2015 

 

Papst Franziskus hat am Donnerstag seine Enzyklika »Laudato si’ – Über die Sorge für das gemeinsame Haus« veröffentlicht. junge Welt dokumentiert auszugsweise die kapitalismuskritischen Absätze 48–52 über die weltweite soziale Ungerechtigkeit sowie die Absätze 189–198 über die Herausforderungen für die Politik. 

Die menschliche Umwelt und die natürliche Umwelt verschlechtern sich gemeinsam, und wir werden die Umweltzerstörung nicht sachgemäß angehen können, wenn wir nicht auf Ursachen achten, die mit dem Niedergang auf menschlicher und sozialer Ebene zusammenhängen. Tatsächlich schädigen der Verfall der Umwelt und der der Gesellschaft in besonderer Weise die Schwächsten des Planeten (…). So beeinträchtigt zum Beispiel die Erschöpfung des Fischbestands speziell diejenigen, die vom handwerklichen Fischfang leben und nichts besitzen, um ihn zu ersetzen; die Verschmutzung des Wassers trifft besonders die Ärmsten, die keine Möglichkeit haben, abgefülltes Wasser zu kaufen, und der Anstieg des Meeresspiegels geht hauptsächlich die verarmte Küstenbevölkerung an, die nichts hat, wohin sie umziehen kann. Die Auswirkung der aktuellen Formen von Unordnung zeigt sich auch im vorzeitigen Sterben vieler Armer, in den Konflikten, die durch Mangel an Ressourcen hervorgerufen werden, und in vielen anderen Problemen, die keinen ausreichenden Platz auf der Tagesordnung der Welt haben. 

Bloßer KollateralschadenIch möchte darauf hinweisen, dass man gewöhnlich keine klare Vorstellung von den Problemen hat, die besonders die Ausgeschlossenen heimsuchen. Sie sind der größte Teil des Planeten, Milliarden von Menschen. Heute kommen sie in den internationalen politischen und wirtschaftlichen Debatten vor, doch oft scheint es, dass ihre Probleme gleichsam als ein Anhängsel angegangen werden, wie eine Frage, die man fast pflichtgemäß oder ganz am Rande anfügt, wenn man sie nicht als bloßen Kollateralschaden betrachtet. Tatsächlich bleiben sie im Moment der konkreten Verwirklichung oft auf dem letzten Platz. Das ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass viele Akademiker, Meinungsmacher, Medien- und Machtzentren weit von ihnen entfernt angesiedelt sind, in abgeschlossenen Stadtbereichen, ohne in direkten Kontakt mit ihren Problemen zu kommen. Sie leben und denken von der Annehmlichkeit einer Entwicklungsstufe und einer Lebensqualität aus, die für die Mehrheit der Weltbevölkerung unerreichbar sind. Dieser Mangel an physischem Kontakt und an Begegnung, der manchmal durch die Desintegration unserer Städte begünstigt wird, trägt dazu bei, das Gewissen zu »kauterisieren« und einen Teil der Realität in tendenziösen Analysen zu ignorieren. Das geht zuweilen Hand in Hand mit »grünen« Reden. Wir kommen jedoch heute nicht umhin anzuerkennen, dass ein wirklich ökologischer Ansatz sich immer in einen sozialen Ansatz verwandelt, der die Gerechtigkeit in die Umweltdiskussionen aufnehmen muss, um die Klage der Armen ebenso zu hören wie die Klage der Erde. (…) 

Die soziale Ungerechtigkeit geht nicht nur einzelne an, sondern ganze Länder, und zwingt dazu, an eine Ethik der internationalen Beziehungen zu denken. Denn es gibt eine wirkliche »ökologische Schuld« – besonders zwischen dem Norden und dem Süden – im Zusammenhang mit Ungleichgewichten im Handel und deren Konsequenzen im ökologischen Bereich wie auch mit dem im Laufe der Geschichte von einigen Ländern praktizierten überproportionalen Verbrauch der natürlichen Ressourcen. (…) 

Die Auslandsverschuldung der armen Länder ist zu einem Kontrollinstrument geworden, das gleiche gilt aber nicht für die ökologische Schuld. Auf verschiedene Weise versorgen die weniger entwickelten Völker, wo sich die bedeutendsten Reserven der Biosphäre befinden, weiter die Entwicklung der reichsten Länder, auf Kosten ihrer eigenen Gegenwart und Zukunft. Der Erdboden der Armen im Süden ist fruchtbar und wenig umweltgeschädigt, doch in den Besitz dieser Güter und Ressourcen zu gelangen, um ihre Lebensbedürfnisse zu befriedigen, ist ihnen verwehrt durch ein strukturell perverses System von kommerziellen Beziehungen und Eigentumsverhältnissen. 

Es ist notwendig, dass die entwickelten Länder zur Lösung dieser Schuld beitragen, indem sie den Konsum nicht erneuerbarer Energie in bedeutendem Maß einschränken und Hilfsmittel in die am meisten bedürftigen Länder bringen, um politische Konzepte und Programme für eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. Die ärmsten Regionen und Länder besitzen weniger Möglichkeiten, neue Modelle zur Reduzierung der Umweltbelastung anzuwenden, denn sie haben nicht die Qualifikation, um die notwendigen Verfahren zu entwickeln, und können die Kosten nicht abdecken. (…) Wir müssen uns stärker bewusst machen, dass wir eine einzige Menschheitsfamilie sind. Es gibt keine politischen oder sozialen Grenzen und Barrieren, die uns erlauben, uns zu isolieren, und aus ebendiesem Grund auch keinen Raum für die Globalisierung der Gleichgültigkeit. (…) 

Auffallend ist die Schwäche der internationalen politischen Reaktion. Die Unterwerfung der Politik unter die Technologie und das Finanzwesen zeigt sich in der Erfolglosigkeit der Weltgipfel über Umweltfragen. Es gibt allzu viele Sonderinteressen, und leicht gelingt es dem wirtschaftlichen Interesse, die Oberhand über das Gemeinwohl zu gewinnen und die Information zu manipulieren, um die eigenen Pläne nicht beeinträchtigt zu sehen. (…) 

Primat der PolitikDie Politik darf sich nicht der Wirtschaft unterwerfen, und diese darf sich nicht dem Diktat und dem effizienzorientierten Paradigma der Technokratie unterwerfen. Im Hinblick auf das Gemeinwohl besteht für uns heute die dringende Notwendigkeit, dass Politik und Wirtschaft sich im Dialog entschieden in den Dienst des Lebens stellen, besonders in den des menschlichen Lebens. Die Rettung der Banken um jeden Preis, indem man die Kosten dafür der Bevölkerung aufbürdet, ohne den festen Entschluss, das gesamte System zu überprüfen und zu reformieren, unterstützt eine absolute Herrschaft der Finanzen, die keine Zukunft besitzt und nach einer langwierigen, kostspieligen und scheinbaren Heilung nur neue Krisen hervorrufen kann. Die Finanzkrise von 2007/2008 war eine Gelegenheit für die Entwicklung einer neuen, gegenüber den ethischen Grundsätzen aufmerksameren Wirtschaft und für eine Regelung der spekulativen Finanzaktivität und des fiktiven Reichtums. Doch es gab keine Reaktion, die dazu führte, die veralteten Kriterien zu überdenken, die weiterhin die Welt regieren. (…) 

In diesem Zusammenhang muss immer daran erinnert werden, dass »der Umweltschutz […] nicht nur auf der Grundlage einer finanziellen Kostennutzenrechnung gewährleistet werden [kann]. Die Umwelt ist eines jener Güter, die die Mechanismen des Markts nicht in der angemessenen Form schützen oder fördern können.« Wieder einmal ist es gut, eine magische Auffassung des Marktes zu vermeiden, die zu der Vorstellung neigt, dass sich die Probleme allein mit dem Anstieg der Gewinne der Betriebe oder der Einzelpersonen lösen. Ist es realistisch zu hoffen, dass derjenige, der auf den Maximalgewinn fixiert ist, sich mit dem Gedanken an die Umweltauswirkungen aufhält, die er den kommenden Generationen hinterlässt? Innerhalb des Schemas der Rendite ist kein Platz für Gedanken an die Rhythmen der Natur, an ihre Zeiten des Verfalls und der Regenerierung und an die Kompliziertheit der Ökosysteme, die durch das menschliche Eingreifen gravierend verändert werden können. Außerdem wird, wenn von biologischer Vielfalt die Rede ist, diese letztlich als ein Reservoir wirtschaftlicher Ressourcen betrachtet, das ausgebeutet werden könnte, doch man erwägt nicht ernstlich den realen Wert der Dinge, ihre Bedeutung für die Menschen und die Kulturen, die Interessen und Bedürfnisse der Armen. (…) 

Ein kreativerer und besser ausgerichteter Weg der Produktionsentwicklung könnte zum Beispiel die Tatsache korrigieren, dass es einen übertriebenen technologischen Einsatz für den Konsum gibt und einen geringen, um die unerledigten Probleme der Menschheit zu lösen (…). 

Es geht schlicht darum, den Fortschritt neu zu definieren. Eine technologische und wirtschaftliche Entwicklung, die nicht eine bessere Welt und eine im ganzen höhere Lebensqualität hinterlässt, kann nicht als Fortschritt betrachtet werden. (…) 

Wenn die Politik nicht imstande ist, eine perverse Logik zu durchbrechen, und wenn auch sie nicht über armselige Reden hinauskommt, werden wir weitermachen, ohne die großen Probleme der Menschheit in Angriff zu nehmen. Eine Strategie für eine wirkliche Veränderung verlangt, die Gesamtheit der Vorgänge zu überdenken, denn es reicht nicht, oberflächliche ökologische Überlegungen einzubeziehen, während man nicht die Logik in Frage stellt, die der gegenwärtigen Kultur zugrunde liegt. Eine gesunde Politik müsste fähig sein, diese Herausforderung anzunehmen. (…) 

Kürzungen von jW in runden Klammern. Vollständiger Wortlaut, Fußnoten und Zitatequellen: kurzlink.de/laudato-si 

 

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Papst wagt sich weit vor  

Schonungslose Kritik des Kirchenoberhaupts an Umweltzerstörung durch Herrschende  

Gerhard Feldbauer 

In: junge Welt online vom 20.06.2015 

 

Mit seiner am Donnerstag veröffentlichten Enzyklika »Laudatio si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus« geht Jorge Bergoglio, bekannt als Papst Franziskus, weit über seinen bisherigen Kurs, sich kritisch zu den Herrschenden dieser Welt zu äußern, hinaus. Das päpstliche Rundschreiben erscheint ein halbes Jahr vor dem Pariser Klimagipfel, der bisher nicht den Eindruck erweckt, einen Ausweg aus der Sackgasse von Kyoto zu suchen. Der Kirchenchef demonstriert, dass er als Oberhaupt von 1,2 Milliarden Katholiken mitzureden gedenkt, wenn es um das Leben der Menschen auf der Erde geht. 

Er postuliert auch diesmal sein Eintreten für die sozial Benachteiligte. 

So hält er fest, dass diese am stärksten von Umweltzerstörung betroffen sind und sie sich nicht dagegen schützen können. Wenn er sich hier an die Seite der armen Länder stellt, unterstützt er deren Forderungen, nach einer »Entschädigung« durch die reichen Staaten. 

»Die soziale Ungerechtigkeit geht nicht nur einzelne an, sondern ganze Länder«, schreibt er und fordert »eine Ethik der internationalen Beziehungen«. Außerdem führt Bergoglio die »ökologische Schuld« zwischen dem Norden und dem Süden an und bringt sie in Zusammenhang mit Ungleichgewichten im Handel. Ursache sei auch der im Laufe der Geschichte von einigen Ländern praktizierte unverhältnismäßige Verbrauch der natürlichen Ressourcen. Die sogenannten Emissionshandelsmodelle vergleicht er mit dem Ablasshandel. 

Der Papst stellte die Enzyklika nicht selbst vor, sondern beauftragte den Kardinal aus Ghana, Peter Turkson, Chef des päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden. Bergoglio übt radikale Kritik an der kapitalistischen Entwicklung und spricht von einem »strukturell perversen System«. Er verurteilt zudem den Finanzmarktkapitalismus und fordert soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz. 

»Die Erde, unser Haus, scheint sich immer mehr in eine unermessliche Mülldeponie zu verwandeln«, heißt es in der Enzyklika. Er führt das Artensterben an und hält fest: »Wer hat die wunderbare Meereswelt in leb- und farblose Unterwasserfriedhöfe verwandelt?« Das Wachstum der vergangenen beiden Jahrhunderte habe »nicht in allen seinen Aspekten einen wahren ganzheitlichen Fortschritt und eine Besserung der Lebensqualität bedeutet«, vermerkt der Papst. 

Außerdem machte er »Symptome eines wirklichen sozialen Niedergangs, eines stillschweigenden Bruchs der Bindungen von sozialer Integration und Gemeinschaft« aus, die er als Ergebnis eines »Nach-mir-die-Sintflut«-Kults ansieht. Er ruft auf, die »Klage der Armen« wie die »Klage der Erde« zu hören. 

»Wenn wir berücksichtigen, dass der Mensch auch ein Geschöpf dieser Welt ist, das ein Recht auf Leben und Glück hat, und das außerdem eine ganz besondere Würde besitzt, können wir es nicht unterlassen, die Auswirkungen der Umweltzerstörung, des aktuellen Entwicklungsmodells und der Wegwerf-Kultur auf das menschliche Leben zu betrachten.« 

Vatikan-Kenner sehen ein Anknüpfen an Johannes XXIII., der 1961 mit seiner Enzyklika »Mater et magistra« (Mutter und Lehrmeisterin) Fragen von Christentum und sozialem Fortschritt ansprach und überholte Leitsätze der katholischen Soziallehre, die die »unerbittliche Hütung des Privateigentums« fixierte, abschaffen wollte. Denn in manchen Passagen erweckt »Laudatio si« den Eindruck einer Neuinterpretation christlicher Glaubensgrundsätze – etwa über die Rolle des Menschen als Beherrscher der Erde. 

Die »Einladung«, sich die Erde zu »unterwerfen«, habe die »wilde Ausbeutung der Natur begünstigt«. Wenn es dann noch heißt, es sei falsch, aus dem Auftrag, die Erde zu beherrschen, »eine absolute Herrschaft über die anderen Geschöpfe« zu schließen, kann das auch als Kritik an den mit kriegerischen Mitteln betriebenen Weltbeherrschungspläne einer Führungsmacht interpretiert werden. 

 

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Dem Kapitalismus den Spiegel vorgehalten  

Linksfraktion im Bundestag würdigt neue Enzyklika von Papst Franziskus 

Die energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke, Eva Bulling-Schröter, würdigte am Donnerstag die »erste Umweltenzyklika in der Geschichte des Vatikan«: 

In: junge Welt online vom 19.06.2015 

 

Für Kapitalismusgläubige rund um den Globus geht ein Gespenst im Papstgewand um. Im Gegensatz zu seinem deutschen Vorgänger Benedikt, der einer ungerechten Welt einen moralischen Anstrich verpassen wollte, spricht Papst Franziskus klare Worte: Der globalisierte Kapitalismus steckt in der Krise, eine allein profitorientierte Marktwirtschaft bringt neben Wachstum mehr Gewalt und Kriege, mehr soziale Ungleichheit, mehr Umweltzerstörung und verstärkten Klimawandel. 

Es ist lobenswert, wenn sich das Oberhaupt der katholischen Kirche mit den Ursachen moderner Krisen auseinandersetzt. Die Umwelt- und Klimakrise denkt der »Papst der Armen« immer im Zusammenhang mit der sozialen Frage. Armut und Zerstörung der Natur gehen Hand in Hand. Umso begrüßenswerter ist aus linker Sicht die laute Kritik an neoliberalen Rezepten zur politischen Bearbeitung aktueller Krisen. Nicht mehr Markt oder mehr Technik werden den Klimawandel aufhalten können, sondern politische Eingriffe, Ordnungspolitik und öffentliche Institutionen sind das Mittel der Stunde. 

Wie Die Linke lehnt die Umweltenzyklika den Handel mit CO2-Emissionszertifikaten ab, dessen weltweite Einführung Bundeskanzlerin Merkel jüngst forderte. Statt weniger CO2 auszustoßen, können Unternehmen mit den Gutschriften handeln, spekulieren und damit Gewinne mit dem Klimawandel einstreichen. Der Argentinier weiß, wovon er spricht, hat der Vatikan-Obere doch die Folgen neoliberaler Schocktherapien, wie sie heute etwa Griechenland über sich ergehen lassen muss, als Seelsorger in den Armenvierteln seiner Heimat in den 1990ern selbst miterlebt. Das Gemeinwohl der Welt steht über dem Wohl weniger Reicher und der mächtigen Staaten. (...) 

  

»Der Papst hat recht«, konstatierte der Vorsitzende der Linksfraktion, Gregor Gysi: 

Die scharfe Kritik des Papstes an der Unterwerfung der Politik unter die Interessen der Wirtschaft und an der Profitgier als alleinigem Maßstab wirtschaftlichen Handelns ist in jeder Hinsicht berechtigt und bemerkenswert. Wir brauchen – wie er es fordert – endlich eine Politik und Wirtschaft, die das menschliche Leben in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen. 

Das Wort des Papstes hat Gewicht. Ich hoffe, dass es von herrschenden Politikerinnen und Politikern nicht nur kurz vor Privataudienzen beim Papst gelesen wird. Auch seine Kritik an den Fehlern der Politik in der Bankenkrise und den völlig unzureichenden Konsequenzen, die daraus gezogen worden sind, ist berechtigt. (...) 

 

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Papst warnt vor Kollaps der Erde 

Franziskus fordert in seiner Umwelt-Enzyklika mehr Einsatz gegen den Klimawandel und das Ende der »Wegwerfkultur« 

Von Jean-Louis de la Vaissiere, Vatikanstadt 

 

Die Erde eine riesige Müllhalde, das Verhalten der Menschen selbstmörderisch: Provokant kritisiert der Papst Wegwerfgesellschaft, Umweltzerstörung und globale Gleichgültigkeit. 

Es ist ein leidenschaftlicher Appell für mehr Umweltschutz und eine eindringliche Warnung vor den Folgen der Erderwärmung: Papst Franziskus mahnt in seiner am Donnerstag veröffentlichten Umwelt-Enzyklika eine »ökologische Umkehr« vor allem in den Industrienationen an. Er fordert ein Ende des »unersättlichen und unverantwortlichen Wachstums« und eine Abkehr von fossilen Energieträgern. Für Umweltverbände und UNO ist das Lehrschreiben »Laudato si« ein wichtiger Beitrag zur Klimadebatte. 

In: Neues Deutschland online vom 19.06.2015 

Weiter unter: 

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/975063.papst-warnt-vor-kollaps-der-erde.html 

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