Der Ölpreis schmiert ab 

Der Brennstoff ist so günstig wie seit Jahren nicht. Ob politische Motive von Staaten zur Schädigung anderer dahinterstecken, erscheint fraglich  

Von Thomas Immanuel Steinberg 

In: junge Welt online vom 11.11.2014 

 

Am 19. Juni kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent 115 Dollar. Vier Monate später war der Preis um 30 Dollar gesunken, also um rund ein Viertel: auf 85 Dollar je Barrel. Seitdem schwankt der Brent-Preis um diesen Wert, den niedrigsten seit Dezember 2010. Der für die US-amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) verfiel ähnlich stark, und etwa gleichzeitig sanken auch die Gaspreise auf den Spot-Märkten.1 

Auf der Suche nach einer Erklärung, so die englischsprachige Internetseite der Deutschen Welle, soll der Nachfolger von Wladimir Putin beim russischen Geheimdienst FSB, Nikolai Patruschew, an den US-gesteuerten Ölpreis-Crash vor dreißig Jahren erinnert haben, der erheblich zur Zerschlagung der Sowjetunion beigetragen habe. Auch das Russische Institut für Strategische Studien (RISS) habe den jetzigen Verfall angeblich auf eine russlandfeindliche Verabredung zwischen Saudi-Arabien und den USA zurückgeführt. Verschwörungsphantasien würden da blühen, so die Deutsche Welle, während Robert Burgess, Chefökonom für Emerging Markets bei Deutsche Bank Research in London, den niedrigen Preis ganz klassisch auf Angebot und Nachfrage zurückführe.2 

Der Hinweis auf Angebot und Nachfrage trägt freilich in dieser Sache kaum zur Erklärung bei: Gilt es doch gerade, die Faktoren herauszufinden, die das Verhältnis zwischen beiden so verändert haben, dass der Preis gesunken ist. Das ist auf globalen Rohstoffmärkten in der Regel eine komplexe Angelegenheit. Und deshalb könnte an der Verschwörungsthese etwas dran sein. 

In jedem Falle lohnt es sich, die hinter dem Verfall verborgenen Paradoxien und vor allem die Wissenslücken aufzuzeigen. Sie sind nämlich für landläufige ökonomische – genauer: geopolitische und marktsoziologische – Aussagen durchaus bezeichnend. Das vielleicht enttäuschende Fazit sei hier schon vorausgeschickt: Am derzeitigen relativ niedrigen Ölpreis gibt es gar nicht so viel zu erklären. 

Russische Verschwörungsphantasie? 

Nikolai Patruschew, der von der Deutschen Welle erwähnte Exgeheimdienstler – er ist inzwischen Sekretär des russischen Sicherheitsrats – hat tatsächlich behauptet, die USA hätten im Bündnis mit einer Reihe ölfördernder Länder gezielt zum Bankrott der UdSSR beigetragen. Der Rohölmarkt sei damals mit zusätzlichen Mengen des Energieträgers geflutet worden, und dessen Preis sei auf ein Viertel seines Wertes herabgesunken.Auch die Autoren Thomas Seifert und Klaus Werner berichten in ihrem »Schwarzbuch Öl« vom Preisverfall 1986: Die meisten Mitglieder des Rohölkartells OPEC hätten sich nicht an die von dieser festgelegten Förderquoten gehalten, sondern sie weit überschritten. Saudi-Arabien, als größte Fördernation, hätte angesichts seines schwindenden Marktanteils und des daraus folgenden Einnahmeausfalls »die Ölwaffe gegen ihre OPEC-Partner« gerichtet: »Sie erhöhten ihre Förderleistung dramatisch von 2,5 auf 5 Millionen Barrel pro Tag. Als die Ölpreise auf unter 10 Dollar pro Barrel fielen, kapitulierten Venezuela und die anderen Quotensünder und kürzten ihre Förderung. Die billigen Ölpreise brachten Nicht-OPEC-Förderländer wie Norwegen und Großbritannien (...) und auch die USA (...) in Bedrängnis. (...) Am schlimmsten hatte es aber die Sowjetunion getroffen. Die UdSSR war bis dahin der größte Ölproduzent – und somit der schärfste Rivale Saudi-Arabiens – gewesen, nun wurden Moskaus Deviseneinnahmen durch die sinkenden Ölpreise halbiert.«3 

Der Journalist Thomas L. Friedman urteilte deshalb im Dezember 2004 in der New York Times: »It’s no accident that the 1990’s was the decade of falling oil prices and falling walls.«4 Es sei kein Zufall gewesen, dass die neunziger Jahre das Jahrzehnt fallender Ölpreise und zugleich fallender Mauern gewesen seien. Wenn ein russischer Staatsbeamter nunmehr den Absturz der Ölpreise 1986 ebenfalls für keinen Zufall hält, erscheint das recht verständlich. Aber lag der Verfall tatsächlich im Interesse der USA? 

Thomas Seifert und Klaus Werner sind nicht dieser Meinung. Denn 1987 habe US-Präsident Ronald Reagan seinen Vize George Bush senior nach Riad geschickt, um die Saudis dazu zu bewegen, den Preis von zehn Dollar pro Barrel wieder auf achtzehn Dollar nach oben zu drücken. Die westlichen Ölgesellschaften hätten schließlich kurz vor dem Ruin gestanden. Freilich habe erst der Golfkrieg 1990/91 das Jahrzehnt fallender Rohölpreise beendet.5 

Doch was sich Ende der achtziger Jahre möglicherweise einfach ergeben hat, nämlich ein zeitweilig niedriger Rohölpreis mit der Folge eines gewaltigen Machtzuwachses der USA, ein solcher niedriger Ölpreis könnte nunmehr von den US-Herrschern durchaus bewusst als Waffe gegen Russland eingesetzt werden. Denn inzwischen haben vor allem die US-amerikanischen Energiekonzerne das sogenannte Fracking entwickelt. Dabei wird ein Cocktail aus Wasser und giftigen Chemikalien in großer Tiefe in den erdöl- und/oder erdgashaltigen Boden gepresst, und der Brennstoff tritt aus. Die Folge: Inzwischen nähern sich die USA dem Punkt, an dem sie ihren entsprechenden Bedarf decken können. 

So könnten die Vereinigten Staaten heute, anders als vor dreißig Jahren, nun im Verbund mit Saudi-Arabien den Öl- und Gasmarkt geflutet haben, um anderen Ländern, etwa den Iran und Russland, das Fürchten zu lehren. Einer Tabelle aus dem Wall Street Journal zufolge liegt der Break-Even-Preis, ab dem sich die Ölförderung des jeweiligen Landes lohnt, im Iran – und auch bei dem von Washington zum Feind erklärten Venezuela – weit über 100 Dollar je Barrel.6 Russland wiederum erzielte bisher seinen nationalen Warenexporterlös zu knapp zwei Dritteln aus Öl und Gas.7 Sinken der Preis für Öl und mit ihm auch der an ihn gekoppelte für Gas, so kann ein Teil der russischen Staatsausgaben nicht mehr finanziert werden. 

Nur: Nikolai Patruschew, der Sekretär des russischen Sicherheitsrats, hat gar nicht behauptet, dass Saudis und US-Amerikaner sich jetzt verabredet hätten. In dem von der Deutschen Welle erwähnten Interview mit der Rossiskaja gaseta listet Patruschew recht ausführlich auf, wie seines Erachtens die USA mittels der NATO ihre Herrschaft in der Vergangenheit über fast ganz Europa etabliert haben und dass sie dabei systematisch auf die sowjetischen beziehungsweise russischen Schwachpunkte gezielt hätten, namentlich auf die Abhängigkeit von den Öl- und Gasexporten. In Afghanistan, auf dem Balkan, im Kaukasus und nun in der Ukraine hätten die USA gegen sowjetisch-russische Interessen gehandelt, statt zu kooperieren. In dem Interview ist jedoch keine Rede davon, dass sie sich derzeit mit Saudi-Arabien auf eine Ölpreissenkung verständigt hätten, um Russland zu schaden. 

Bis zur Selbstschädigung? 

Kein Russe, sondern der gleiche Thomas L. Friedman, der 2004 die Koinzidenz von Ölpreisverfall und Mauerfall konstatiert hatte, schrieb am 15. Oktober 2014 in der New York Times, Washington und Riad hätten sich diesmal vielleicht nicht ausdrücklich dazu verabredet, den Weltmarkt mit Rohöl zu überschwemmen – aber sie täten es de facto. Sie hätten nun einmal beide ein Interesse daran, den Iran und Russland zu schwächen. Sein Beleg: Während die vier Länder Libyen, Irak, Nigeria und Syrien zur Zeit Probleme mit der Ölförderung haben und während der Iran unter dem westlichen Boykott leidet, ist der Preis, statt erwartungsgemäß zu steigen, stark gefallen. Seine Erklärung: Das saudische und das vermehrt geförderte US-amerikanische Öl übertreffen den Ausfall bei den übrigen Produzenten. Deshalb sinkt der Preis. 

Friedman setzt noch eins drauf: Die Russen hätten den Zusammenhang längst erkannt.8 Er verweist auf einen englischsprachigen Beitrag auf pravda.ru vom 3. April 2014 mit dem scheinbar eindeutigen Titel: »Obama wants Saudi Arabia to destroy Russian economy«. Obama wolle, dass Saudi-Arabien die russische Wirtschaft zerstört. 

Tatsächlich zitiert die Autorin des Prawda-Artikels, Ljuba Ljulko, Stimmen, die eine Verabredung für möglich, und andere, die sie für unwahrscheinlich halten.9 Allerdings ist seit dem Erscheinen des Beitrags der Ölpreis tatsächlich weit stärker gesunken als das damals einige der von ihr wiedergegebenen Stimmen für möglich hielten: nicht um vermutete zwölf, sondern um 30 Dollar je Barrel. 

Die Verschwörungsthese ist somit nicht einfach von der Hand zu weisen. Allerdings könnten die vermuteten Konspirateure, wie schon vor dreißig Jahren, bald die Grenze zur Selbstschädigung erreichen. So nehmen manche Autoren an, dass schon beim jetzigen Rohölpreis das US-amerikanische Fracking unrentabel wird, sobald der Brennstoff weniger kräftig aus den vorhandenen Bohrstellen herausquillt.10 Da diese Methode in den USA rein privatwirtschaftlich betrieben wird, könnte der einen oder anderen Firma bei derartiger Preisunterbietung bald die Luft ausgehen, sei es, weil sie die Reserven im Boden überschätzt, sei es, weil sie die auftretenden Kosten, zum Beispiel Regressforderungen, unterschätzt hat. 

Für eine wirklich stichhaltige Argumentation in Sachen Selbstschädigungsgrenze wären aber zwei weniger bekannte Tatsachen zu beachten. Erstens ist für Außenstehende in der Regel nicht zu ermitteln, wieviel Öl oder Gas in einem Claim oder gar im Boden eines ganzen Landes steckt: Sowohl privatwirtschaftliche wie staatspolitische Erwägungen verhindern, dass die jeweiligen Auskünfte als zuverlässig gelten können. Einer von vielen Indikatoren dafür ist, dass Saudi-Arabien seine Ölreserven ab 1980 zehn Jahre lang mit etwa 165 Milliarden Barrel angab – ab 1990 aber plötzlich mit 260 Milliarden Barrel, fast 100 Milliarden mehr.11 

Öl fördernde Länder wie Saudi-Arabien und die Emirate machen eher hohe Angaben über die eigenen Reserven. Sie wollen ihre Kunden nicht verlieren und innerhalb der OPEC die Erlaubnis zu einer großen Fördermenge durchsetzen können. Andere, etwa China, halten ihre Statistik nicht auf dem laufenden. Über Jahre hinweg melden sie unveränderte Reserven, obwohl sie Öl verbraucht oder neue Felder entdeckt haben. 

Die zweite weniger bekannte Tatsache, die zur Ermittlung des Handlungsspielraums der USA zu berücksichtigen wäre: Alle Staaten sollen jährlich der Internationalen Energieagentur angeben, welche Ölreserven gegenwärtig noch wirtschaftlich förderbar sind. Ähnlich einem Kaufmann sollen sie Inventur machen. Bei fallendem Ölpreis zum Beispiel, wie gegenwärtig, wird weniger wirtschaftlich förderbar, bei steigendem mehr. Die Angabe über den Umfang sogenannter nachgewiesener Reserven bedarf also einer Einschätzung, zu welchen Kosten sich die Ausbeutung gerade noch lohnt. Angaben über nachgewiesene Reserven können bei ein und derselben physikalischen Sachlage daher stark voneinander abweichen, je nachdem, wie die Förderkosten jetzt und in der Zukunft eingeschätzt werden und wie sich der Verkaufspreis entwickelt. So hängt in gewissem Sinne vom Preis ab, wieviel Öl es noch gibt.12 Folglich bleibt schwer abschätzbar, wie lange Saudi-Arabien und die USA bei dem niedrigen Rohölpreis durchhalten können, ohne sich selbst zu schädigen. 

Konkurrent China 

Schließlich muss berücksichtigt werden: Russland, Iran und Venezuela sind nicht die einzigen Konkurrenten oder Gegner der USA und Saudi-Arabiens, sondern auch der nichtrussische Teil Europas, dem, mit Ausnahme des Ölförderlandes Norwegen und des britischen Ölfördergebiets bei Schottland, niedrige Öl- und Gaspreise gut zupass kommen. Aber vor allem China ist inzwischen ein bedeutender Importeur von Rohöl. Um eine Vorstellung von den Größenordnungen zu bekommen, um die es da geht, hier ein paar Zahlen: Im Jahr 2012 lagen Chinas Nettoölimporte noch deutlich niedriger als die der USA, und zwar bei 5,4 Millionen Barrel pro Tag. Laut US Energy Information Administration (EIA) betrug der durchschnittliche Ölimport der USA im gleichen Zeitraum 7,41 Millionen Barrel pro Tag, also zwei Millionen mehr. (Die Daten für die USA umfassen jedoch auch Importe von Petroleumprodukten.) Nach Angaben der EIA sanken die Nettoölimporte der USA von 8,10 Millionen Barrel pro Tag im Dezember 2012 auf 5,98 Millionen Barrel pro Tag im Januar 2013. Chinas Nettoimporte von Rohöl und Petroleumprodukten überstiegen im selben Monat die Grenze von sechs Millionen Barrel pro Tag, lagen also in diesem Zeitraum höher als die der USA. Einem Bericht des Economics and Technology Research Institute der China National Petroleum Corporation zufolge dürfte die Abhängigkeit Chinas von entsprechenden Einfuhren bis Ende 2013 einen Wert von 59,4 Prozent erreicht haben. Im Vergleich dazu sei die US-Abhängigkeit von ausländischen Energieimporten erheblich zurückgegangen. 

Somit profitiert China, anders als die USA heute, wirtschaftlich und machtpolitisch von jedem Dollar, den es beim Rohöleinkauf einsparen kann. Und China droht eines Tages die USA vom ersten Platz auf der Welt zu verdrängen. Soll da wirklich einleuchten, dass die USA mit Saudi-Arabien zusammen die Öl- und Gaspreise auf der Welt nach unten manipulieren? Mit Sicherheit schaden Preissenkungen dem Iran und Russland, nutzen doch aber auch dem großen Konkurrenten China. 

Die These von der US-saudischen Preismanipulation steht somit auf wackeligen Füßen. Hinzu kommt, was ein Blick auf die langfristige Ölpreisentwicklung enthüllt: 2006 stieg der Barrel-Preis der Sorte WTI von ca. 60 auf 75 Dollar bis Mitte des Jahres, fiel bis zu dessen Ende 2006 auf etwa 55 Dollar und stieg dann 2007 bis Mitte 2008 auf unerhörte 140 Dollar je Barrel – eine Steigerung um 155 Prozent. Doch dann folgte der Crash. Zum Jahresende war der Barrel-Preis auf 40 Dollar gefallen, auf nicht einmal mehr ein Fünftel des Boompreises sechs Monate zuvor. Der Grund: wildeste Spekulation – auch in vielen anderen Wirtschaftsbereichen, vor allem am Aktien- und am Immobilienmarkt. 

Relativ schnell erholte sich der Ölpreises auf rund 75 Dollar je Barrel bis Ende 2009, stieg dann auf zeitweilig über 110 Dollar und fiel erneut auf etwa 80 Dollar 2011 und 2012. Damals hat niemand darüber nachgedacht, ob da ein großer Player manipuliert haben könnte, obwohl in beiden Jahren der Preis ähnlich stark und ähnlich schnell fiel wie jetzt. Man hatte wohl noch die riesige Spekulationsblase von 2008 im Blick. Und darum: Der Ölpreis steigt und fällt keineswegs allein aus erkennbaren Ursachen, und er verrät eher nicht, wer womöglich gerade daran dreht. Er bildet sich chaotisch – ganz genau so wie der kapitalistische Rest drumherum. 

 

Anmerkungen 

 

1 Brent-Preis der letzten fünf Jahre laut wallstreet-online.de. Vgl.: http://www.wallstreet-online.de/rohstoffe/oelpreis-brent#t:5y||s:lines||a:abs||v:week||ads:null. Als Spot-Märkte werden Handelsplätze bezeichnet, auf denen ad hoc Lieferlücken mit Lieferüberschüssen gedeckt werden. Das Gros der Verträge über Öl und Gas betrifft längere Zeiträume und enthält Gleitpreisklauseln. 

2 Matthias von Hein: Oil, Power and Conspiracy. DW, 21. Oktober 2014. Vgl.: http://www.dw.de/oil-power-and-conspiracy/a-18010213. Weder im englischsprachigen Internetauftritt des Russischen Instituts für Strategische Studien www.riss.ru findet sich ein Beitrag über Verabredungen zwischen Washington und Riad, noch auf anderen englischsprachigen Internetseiten. 

3 Thomas Seifert und Klaus Werner: Schwarzbuch Öl. Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld. Deuticke Verlag, Wien 2005, S. 23 

4 Thomas L. Friedman: Fly Me to the Moon. New York Times, 5. Dezember 2004. Vgl.: http://www.nytimes.com/2004/12/05/opinion/05friedman.html?_r=0 

5 Thomas Seifert und Klaus Werner, a.a.O. 

6 Tyler Durden: Why Oil Is Plunging: The Other Part Of The »Secret Deal« Between The US And Saudi Arabia. Zerohedge.com, 10.10. 2014. Vgl.: http://www.zerohedge.com/news/2014-10-10/why-oil-plunging-other-part-secret-deal-between-us-and-saudi-arabia 

7 Russlands Exporte fußen auf Gas und Öl. Die Zeit, 24.7. 2014. Vgl.: http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-07/export-gas-erdoel-russland 

8 Thomas L. Friedman: A Pump War? New York Times, 14. Oktober 2014. Vgl.: http://www.nytimes.com/2014/10/15/opinion/thomas-friedman-a-pump-war.html 

9 Lyuba Lyulko: Obama wants Saudi Arabia to destroy Russian economy. Pravda.ru, 3. 4. 2014. Vgl.: http://english.pravda.ru/world/asia/03-04-2014/127254-saudi_arabia_russia_obama-0/ 

10 Heiko Böhmer: Ölboom in den USA – das kann schnell wieder vorbei sein. Gevestor, 16. 10. 2013. Vgl.: http://www.gevestor.de/news/oelboom-in-den-usa-das-kann-schnell-wieder-vorbei-sein-675615.html 

11 Colin Campbell, Sunworld 1995: Angaben über Reserven mit verdächtigen Erhöhungen, zitiert bei http://de.wikipedia.org/wiki/Ölvorkommen 

12 Thomas Immanuel Steinberg: Wie lange reicht das Öl? junge Welt, 5.10.2004. 

 

Thomas Immanuel Steinberg schrieb auf diesen Seiten am 20. August über den Erdgasstreit zwischen Russland und der Ukraine  

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Krieg und Öl 

Weltweit wird derzeit viel zu viel vom schwarzen Gold gefördert - die Preise fallen rapide 

Von Hermannus Pfeiffer 

 

Der Ölpreis fällt auf ein Vierjahrestief. Eine schlechte Nachricht für Russland, aber auch die USA. Nach Jahren des Stillhaltens dreht jetzt aber wieder die OPEC am Ölhahn. 

»Der Krieg hat schon begonnen« - dies schlussfolgerte kürzlich eine deutsche Zeitung aus einer Studie des Russischen Instituts für Strategische Studien. Darin wurde behauptet, wie in den 1980er Jahren gebe es jetzt wieder Abmachungen zwischen den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien, den Ölpreis durch Überproduktion zu drücken, um Russland in den Bankrott zu treiben. Moskaus Staatshaushalt für das kommende Jahr basiert auf einem Preis von etwa 100 Dollar pro Fass - zuletzt ist dieser auf rund 80 Dollar gefallen. 

In: Neues Deutschland online vom 10.11.2014 

Weiter unter:  

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/951776.krieg-und-oel.html 

 

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