Streitfrage: Was taugt Keynes zur Lösung der aktuellen Krise? 

Die Wirtschaftskrise hält den Euroraum in Atem. Südliche Mitgliedsstaaten der Europäischen Union werden gezwungen, rigide Sparauflagen zu erfüllen, damit Brüssel sie mit Krediten und Garantien vor der Pleite bewahrt. Mit verheerenden sozialen Folgen für einen Großteil der Bevölkerung in den betroffenen Ländern. Die Anhänger von John Maynard Keynes, einem Ökonomen, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg starb, bieten Rezepte zur Lösung der verfahrenen Situation an. Mehr noch: Ihrer Auffassung nach hätte die Krise niemals ein solches Ausmaß angenommen, hätten die Regierungen in den betroffenen Ländern eine Wirtschaftspolitik nach keynesianischem Vorbild betrieben. Das bleibt in der Regel nicht unwidersprochen – auch innerhalb der Linken nicht. 

Es debattieren: Ingo Stützle (Redakteur bei der Monatszeitung ak – analyse & kritik[1] . Im Mai erscheint von ihm »Austerität als politisches Projekt. Von der monetären Integration Europas zur Eurokrise«.www.stuetzle.cc[2]) und Heiner Flassbeck (Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen und Chef-Volkswirt bei der UNO-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD), www.flassbeck-economics.de[3]). In: Neues Deutschland online vom 27.04.2013 

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Beiträge dieser Debatte: 

 

Von Heiner Flassbeck 

Gefangen in der ideologischen Zwangsjacke 

Die Art und Weise, wie in dieser Debatte die Frage nach der Rolle der keynesianischen Theorie zur Lösung der Krise gestellt wird, zeigt das entscheidende Missverständnis, um das es in der Öffentlichkeit geht. Das ist so, als ob man fragt, was taugt die Mathematik zur...  

 

Von Ingo Stützle 

Kurzer Sommer der Kapitalismuskritik 

Die Eurokrise hält die um die deutsche Wirtschaft besorgte Politik im Bann - auch die am Keynesianismus orientierten Linken. Angesichts des 2013 erwarteten Rückgangs des Bruttoinlandprodukts in der Eurozone zeigte sich der Chefvolkswirt der LINKEN, Michael Schlecht, ...  

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